Freitag, 27. Juni 2014

Ein Kissen für Milena

Mit dem bestandenen Abitur zieht es einige meiner Freunde in die Ferne, mal mehr, mal weniger weit weg. Den Anfang macht dieses Wochenende Milena, die für ein FSJ von Freiburg nach Hamburg zieht. Zum Abschied habe ich ihr gestern einen Kissenbezug genäht. Ich mag Kissen, Kissen sind gemütlich, und Kissen lassen sich zur Not auch mal umarmen.


Ich habe mir ein paar blaue Stoffreste und etwas Stoff vom Stoffmarkt geschnappt und damit ein bisschen improvisiert. Da ich recht viel weiße , leere Fläche "übrig" hatte, habe ich ihren Namen und die Silhouette eines Berges in zwei verschiedenen Blautönen in die Mitte gestickt. 


Ich nähe meine Patchwork-Kissen immer mit einem IKEA-Vlies hintendran, so verrutscht nichts, die Nahtzugaben sind verborgen und ich kann mich quiltmäßig ein bisschen austoben. Für dieses Kissen habe ich zunächst einen Kasten um die Schrift gequiltet und dann den Rest der weißen Fläche mit geraden Linien gefüllt. Den Berg habe ich dabei auch ausgespart. Ich hatte meine liebe Mühe mit den Linien rechts und links vom Berg, die wollten einfach nicht gerade aufeinander treffen. Irgendwann hab ich das dann einfach durch unregelmäßige Abstände gelöst.


Seit einiger Zeit habe ich einen Fuß, mit dem ich Freihand quilten kann. Auf einigen Resten habe ich das auch schon einmal geübt, aber mich an etwas "echtes" bisher nicht getraut. Aber für den gestückelten Streifen oben wollte ich etwas besonderes und so habe ich einfache Kringel bzw. Schleifen gequiltet. Es ist alles andere als regelmäßig, aber ich bin trotzdem sehr zufrieden mit dem Ergebnis! Leider sieht man das auf dem Foto (und in echt) nicht wirklich, aber der Gedanke zählt ;-)


Der blaue "Boden", der so etwas wie das Meer darstellen könnte, wurde im Gegensatz zum Rest mit blauem Garn gequiltet. Ich habe dazu einen Wellenstich verwendet, um - wer hätte es gedacht - den Eindruck von Wellen zu erwecken und einen Kontrast zu den harten geraden Linien der weißen Fläche zu bieten. Das lässt sich aber so richtig gut auch nur auf der Rückseite erkennen:


Den gestickten Berg habe ich nicht gequiltet, auch, um etwas mehr Ruhe hineinzubringen. Die Vorderseite sah dann fertig gequiltet so aus:


Ich habe bei der Stickerei die Spitze vom Berg und jeweils die untersten Millimeter der Schrift in einem etwas dunkleren blau als alles andere gestickt, was mir besonders beim Namen sehr gut gefällt. Und ich bin froh, den Namen nicht gequiltet zu haben, ich hatte mit dem Gedanken gespielt.


So, fertig! Da heute mein Geburtstag ist, kommt die Beschenkte nachher zum Frühstücken vorbei und ich kann ihr mein Abschiedsgeschenk geben. Am Samstagmorgen geht es dann schon los für sie. Ich kann mir noch nicht wirklich vorstellen, dass wir bald an entgegengesetzten Enden Deutschlands wohnen werden. Dabei ist sie mit Hamburg ja noch im Lande!


Eben kam - pünktlich zum Geburtstag! - ein Paket aus dem Stoffbüro an. Was hab ich mich da gefreut! Was daraus entstehen soll, zeige ich euch dann nächste Woche.


Habt einen schönen Freitag und kommt gut ins Wochenende!

- Mara





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