Donnerstag, 28. August 2014

Eine Poolside Tote als Strandtasche


Schon seit einiger Zeit liegt bei mir das Schnittmuster für eine Poolside Tote von Noodlehead. Die Kombinationsmöglichkeiten und vor allem das vergrößerte Armloch haben es mir wirklich angetan, nur war ich mir mit der Stoffauswahl absolut unsicher - bis mir beim Aufräumen ein IKEA-Stoff in die Hände fiel, von dem ich vor Monaten mal einen halben Meter mitgenommen habe. Mitten im Aufräumen habe ich dann erstmal alles stehen und liegen lassen und die Außenteile für die Tasche zugeschnitten. Die zwei verschiedenen Innenstoffe, die Henkel und vor allem die Bügeleinlagen habe ich dann noch am selben Abend zugeschnitten. (Natürlich musste ich dann nochmal aufräumen ... zuschneiden ist bei mir quasi immer mit einem Riesenchaos verbunden.)


Die Tasche ist wirklich gut durchdacht: Die Henkel sehen aus, als würden sie um die ganze Tasche herumgehen, dabei sind das eigentlich zwei verschiedene Teile: Einmal eigentlich nur aufgenähte Stoffstreifen, die der Tasche aber meiner Meinung nach viel an Dynamik geben, und dann natürlich die echten Träger. Die aufgenähten habe ich, trotz fehlender Funktionalität, mit S320 verstärkt: Ich wollte eine wi Stoffstreifen rklich stabile Tasche, die von alleine steht. Die eigentlichen Träger habe ich doppelt mit Thermolan gefüttert, das hält zum einen prima und zum anderen ist das auch echt bequem - als ich die Tasche zum Praxistest an den Strand in den Supermarkt ausgeführt habe, schnürten mir die Henkel trotz einer mehreren Kilo schweren Befüllung nicht in die Schulter ein.


Die Tasche ist trotz ihrer wirklich beträchtlichen Größe sehr schlicht gehalten: Innen sind keine Innentaschen eingenäht, nur vorne habe ich mich für die im Schnittmuster vorgeschlagene Option der Reißverschlusstasche entschieden. Das reicht meiner Meinung nach völlig für den Strand (oder den Supermarkt ...).



Innen habe ich zwei Stoffe aus Carolyn Friedlanders akuteller Kollektion "Botanics" verwendet. Der hellblaue Stoff ist mit feinen Baumsilhouetten versehen, das sieht man aber nur bei genauem Betrachten.

Damit die Tasche auch ordentlich von alleine steht, habe ich einen wahren Aufbügelmarathon veranstaltet: Alle Außenteile sind mit S320 und alle Innenteile mit H630 verstärkt worden. Insgesamt habe ich von beiden ca. einen Meter gebraucht - nicht unbedingt wenig. Dafür steht die Tasche jetzt aber wirklich von alleine und hält hoffentlich einiges aus!


Mal im Ernst, so weit, wie ich vom Meer entfernt wohne, macht eine Strandtasche eigentlich keinen Sinn. Aber sie ist ja auch zum Einkaufen zu gebrauchen, vor allem wegen ihrer Größe! Zum Vergleich habe ich mal meinen Simply Sampled Quilt zusammengelegt und reingelegt - da ist noch massig Platz für noch einen oder sogar zwei Quilts! Ich habe auch meinen kompletten Einkauf drin unterbringen können, von Fleisch über Bionade bis hin zu einer extragroßen Tempopackun.  Was will man mehr?

- Mara

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