Sonntag, 17. August 2014

Mein gestricktes Mammutprojekt


Heute gibt es etwas "von der Nadel", mit dem Nähen geht es dann nächste Woche weiter. Vor knapp vier Jahren habe ich mich an ein mammutmäßiges Strickprojekt gewagt: Ich wollte meiner Familie eine Decke stricken. Obwohl ich recht dicke Wolle und entsprechend große Stricknadeln verwendet habe, war das Ganze doch ein nicht unerheblicher Zeitaufwand.


Dass ich überhaupt die Muße hatte, wirklich alle 36 Quadrate fertigzustellen, überrascht mich bis heute. Aber tatsächlich waren nach einem halben Jahr alle Stücke zu einer theoretisch 2,40 mal 2,40 Meter großen Dekce verarbeitet. Wieso theoretisch? Naja, weil meine Quadrate a) eigentlich keine Quadrate, sondern mehr Rechtecke waren und b) somit alles andere als 40 mal 40 Zentimeter maßen. Genau habe ich die Decke nie ausgemessen - aber sie ist auf jeden Fall groß genug, um unser gesamtes Sofa zu bedecken.


Der Anlass für die Decke war, dass ich mit 16 für ein Jahr nach Südamerika gegangen bin und so meine Familie etwas Wärmendes für die Zeit der Trennung haben sollte - mittlerweile bin ich ja schon lange wieder in Deutschland, aber vor allem meine Mutter schläft trotzdem jeden Tag unter der Decke. Es ist schön, zu sehen, wie ein mit viel Liebe und Mühe von Hand hergestelltes Projekt so angenommen wird!


Das Muster ist denkbar einfach: Ich habe von jeder der vier Farben neun Wollknäuel gekauft und jedes Knäuel zu einem Quadrat verstrickt, das dann vernäht und fertig war das gute Stück! Wenn man genau sein will, ist das ja meine erste Patchworkdecke gewesen ... Nochmal werde ich so etwas aufwendiges aber nicht stricken, dazu fehlt mir mittlerweile die Geduld. Da halte ich mich lieber an "richtige" Patchworkdecken/Quilts. Aber als ich die Decke gestrickt habe, hatte ich ja noch keine Ahnung von den Möglichkeiten, die man mit einer Nähmaschine hat ...


So, und ich mach mich jetzt ans Packen, morgen geht es nämlich auch für mich in den Urlaub. Viele Grüße! Mara

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