Montag, 8. September 2014

Kaleidoskop-Quilt

 

Letzte Woche hatte ich ganze fünf Tage (fast) nur zum Nähen - und die habe ich genutzt. Herausgekommen sind ein Kleid, ein T-Shirt, eine Tasche und mehrere sonstige Kleinteile, vor allem aber: Ein Quilt!


Auf der Suche nach einem Muster, was nicht zu aufwändig zu Nähen ist und trotzdem raffiniert aussieht, bin ich auf den "Summer Slice Quilt" von Cluck Cluck Sew gestoßen. Auf dem leider nicht ganz reibungslos verlaufenen Rückweg vom Urlaub (nie wieder Ryanair ...) habe ich mich dann mit verschiedenen Farbkombinationen abgelenkt. Nicht einfach, wenn man nur einen blauen Kuli dabei hat und sich mit verschiedenfarbigen Prospekten, Zetteln und Krimskrams behelfen muss, um sich die Kombination lebhaft vorzustellen. Irgendwann war dann aber klar, dass ich einen Quilt in roten, grünen, blauen und hellen Stoffen machen will. 


Den Großteil der Stoffe hatte ich schon vorrätig, und ich konnte endlich ein paar meiner Stoffreste verarbeiten, die zu klein sind, um noch etwas "richtiges" mit ihnen anzufangen. (Wegschmeißen kommt natürlich trotzdem nicht in Frage!) Und so sind einige Stoffschätze verwendet worden, die mich beim Anblick des Quilts an andere Projekte erinnern.


Im Tutorial wird empfohlen, alle Stoffe mit Sprühstärke vorzubehandeln, da mit diagonalen Säumen gearbeitet wird und Stoffe sich so schnell verziehen können. Das habe ich auch getan, mit dem Ergebnis, dass ich zweieinhalb Stunden damit verbracht habe, mein Bügeleisen zu reinigen. Zwar war die Textur der Stoffe danach so, dass man sie tatsächlich akkurater zu Dreiecken verarbeiten konnte, aber ob sich der Aufwand gelohnt hat, dessen bin ich mir noch nicht sicher - vor allem, weil ich die Blöcke danach trotzdem nochmal genau auf 7 mal 7 Inch zuschneiden musste, damit nicht alles krumm und schief wurde. Ein paar Nähte passen tatsächlich recht genau aufeinander!


Wie schon erwähnt, hatte ich nur fünf Tage Zeit, den Quilt fertig zu stellen - ein durchaus ambitionierter Zeitplan. Als ich mich dann ans Quilten machen wollte, habe ich mich nach zehn Minuten gekringeltem Freihandquilten doch für gerade Linien entschieden, um die geometrischen Formen des Quilt besser in Szene zu setzen. Auftritt Nahttrenner! Das nächste Mal überlege ich mir das vorher, für das, was ich davor in zehn Minuten gequiltet hatte, brauchte ich über zwei Stunden zum Auftrennen. Aber irgendwann um ein Uhr nachts waren dann alle Kringel verschwunden und einfache Linien zierten den Quilt. 


Für's Binding wollte ich etwas, was dem Quilt einen Rahmen gibt, und nichts, was zu aufgeregt oder quirlig ist. Von einem Divided Basket hatte ich noch blauen Baumwollstoff vorrätig, nur leider nicht in bindingfreundlichen Formaten. Deswegen besteht das Binding auch aus sage und schreibe 18 (!) einzelnen Stoffstreifen, die teilweise nur fünfzehn Zentimeter lang sind. Weil ich nicht genügend blauen Stoff hatte Als kleines Detail habe ich eine Ecke mit einem hellblauen, dezent gemusterten Stoff eingefasst. Das Binding ist aus Zeitmangel komplett mit der Maschine erledigt worden und Gott sei Dank ohne Probleme mit der Fadenspannung verlaufen - auf der Rückseite des Quilts ist die Naht weiß und auf der Vorderseite blau, ohne dass kleine Pünktchen weiß oder blau durchblitzen. Hurra!



Das Muster und die vielen verschiedenen Stoffe haben mich an ein Kaleidoskop erinnert, deswegen habe ich den Quilt auch so genannt. Den Beschenkten hat er jedenfalls gefallen :)


Viele Grüße,
Mara

1 Kommentar:

  1. Na, das glaube Ich, dass sich die Beschenkten darüber gefreut haben! Er ist wunderschön geworden, Mara. Ein riesiges Stück Sommer und Lebensfreude!

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